Im Jubiläumsprojekt der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung werden überalterte Hecken fachgerecht gepflegt und revitalisiert.

Logo ArtenReich Hecken pflegen - Arten schützen

Jubiläumsprojekt der Bingo-Umweltstiftung

Im Jahr 2024 feiert die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung 35-jähriges Bestehen und fördert über drei Jahre ein neues Jubiläumsprojekt unter dem Titel „Hecken in Niedersachsen“. Ziel des Projektes ist die Etablierung einer fachgerechten Pflege, durch die Lebensräume für eine Vielzahl von unterschiedlichen Tieren und Pflanzen erhalten und ökologisch wertvolle Strukturen der Biotopvernetzung hergestellt werden.

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Einführung in das Projekt & Fachwissen zur Heckenpflege
Hecken als Lebensraum – Bedeutung, Pflege & Herausforderungen
Hecken retten Arten – und unser Klima
Hecken in Niedersachsen bei BINGO! – Die Umweltlotterie im NDR | Teil 1

Viele Hecken haben sich in den zurückliegenden Jahren aufgrund einer fehlenden und falschen Pflege zu artenarmen Baumreihen entwickelt oder sind überaltert. Durch das herauswachsen von z.B. Eichen, Birken und Zitterpappeln wird die Heckenstruktur durch die Konkurrenz um Nährstoffe, Wasser und Licht immer weiter zurückgedrängt und verliert dadurch ihre ökologische Wirkung.

Umgesetzt werden die Pflegemaßnahmen durch Akteure, die am Landschaftspflegekurs „Artenvielfalt in der modernen Kulturlandschaft schaffen und erhalten“ teilgenommen haben oder entsprechende Kenntnisse mitbringen. Dieser Kurs wird an drei Standorten in den Wintermonaten angeboten.

Heckenstruktur

Wir fördern die Heckenpflege – jetzt Hecken anmelden!

Das Schulungs- und Förderungskonzept richtet sich an alle, ganz gleich, ob Landwirte, Firmen, Kommunen oder Verbände. Ziel ist die Hecken-Renaturierung für ein gesundes Wachstum und größere Artenvielfalt.

Erst nach Bewilligung dieses Antrags darf mit der Umsetzung der Pflegemaßnahmen begonnen werden. Die mit der Heckenpflege verbundenen Kosten werden vollständig erstattet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Katharina Jagau
Tel: 05198 – 9824330
E-Mail: katharina.

Heckenstruktur

Landschaftspflegekurs: Hecken-Know-How

Die NoLa – Norddeutsche Landschaftspflegeschule e.V. hat mit Praktikern und wissenschaftlichen Mitarbeitern ein Schulungskonzept entwickelt, das Beteiligte in allen relevanten Themen rund um die Heckenpflege schult.

Heckenpflanzung mit FÖJlern der VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

Anmeldung

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen pro Seminar begrenzt, eine Warteliste wird eingerichtet. Für Personen- und Sachschäden, die im Zusammenhang mit der Teilnahme an einer Veranstaltung entstehen, übernehmen wir keine Haftung.

Kursgebühr 550,00 € – Bingo-Förderung 365,00 € = 185,00 €
Verpflegung der Kursteilnehmer ist in den Gebühren enthalten.

E-Mail:
Betreff: Praxiskurs 2026 und Name des Teilnehmers

Sie bekommen nach Eingang der Anmeldung eine Bestätigungs-Mail von uns.

Kursabsage

Ein Kurs kann nur abgesagt werden, wenn die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird (mind. 14 Personen) oder aus anderem wichtigem Grunde. Bereits gezahlte Kursgebühren werden zurückerstattet. Ausgaben z. B. für die Anreise werden nicht erstattet.

Ist Ihrerseits eine Abmeldung unvermeidbar, fallen unabhängig von Grund/Anlass folgende Stornogebühren an:

Bei Abmeldung bis 10 Tage vor Kursbeginn: 50% der Kursgebühren.
Danach berechnen wir 100% der Kursgebühren.

Die Kursbedingungen sind Bestandteil der Ausschreibung. Mit Ihrer Anmeldung erkennen Sie diese an.

Heckenstruktur

Wissenswertes über Hecken

Eine Hecke wird in verschiedene Schichten unterteilt, die Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Kräuter, Stauden, Sträucher und kleine Bäume, aber auch wirbellose Tiere, Amphibien, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger finden hier einen Platz.

Intakte Hecken dienen nicht nur als Nahrungsbiotop, sondern auch als Brut- und Aufzuchtplatz, Ruhestätte und Winterquartier. Durch verschiedene mikroklimatische und vegetationsmorphologische Strukturen auf engstem Raum entsteht eine hohe Artenvielfalt.

Grafik ArtenReich - Lebensraum Hecke

Hecken erfüllen viele Funktionen in der Kulturlandschaft:

Vitale Hecken sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems und fördern die Biodiversität. Sie sind wie kein anderer Biotoptyp in der Lage, Lebensräume verschiedenster Strukturen miteinander zu verknüpfen. Eine gepflegte, artenreiche Hecke im Optimal-Zustand besteht aus mehrreihigen, dicht stehenden und stark miteinander verzweigten heimischen Sträuchern.

Sie weist einen Kernbereich, Mantelzonen und einen Krautsaum auf. Damit ist die artenreiche Hecke „unten dicht und oben licht“. Gelegentlich wird ein Baum als Überhälter in der Hecke belassen, um die Artenvielfalt zu fördern und weitere Funktionen zu übernehmen.

Pflegemaßnahmen:

Für den Biotopverbund sind Hecken unverzichtbar und wirken einer Verinselung entgegen. Sie vernetzen verschiedene natürliche und naturnahe Biotope miteinander.

Sie sind somit das Bindeglied zwischen Streuobstwiesen, Wäldern und Ufern sowie dem Umland. Für die zahlreichen Bewohner einer Hecke sind sie somit so etwas wie die Wanderwege in ihrem Lebensraum und damit unverzichtbar für die Ernährung, die Aufzucht des Nachwuchses und dem Schutz vor natürlichen Feinden. Hecken tragen so maßgeblich zu Artenvielfalt und Artenschutz bei.

Grafik Aktionsradius von Heckenbewohnern

Vor dem Hintergrund des sich verändernden Klimas und dem notwendigen Arten- und Bodenschutz wird vielen der Wert einer gut gepflegten und renaturierten Hecke bewusst.

„Von gepflegten Hecken profitieren Flora, Fauna, Landwirtschaft und Klimaschutz“

Aktuell ist das Thema in aller Munde: „Wie können wir Kohlenstoffemissionen einsparen?“, aber auch: „Wie und wo kann Kohlenstoff gespeichert werden?“. Mit dem aktuellen Projekt möchten wir die Hecken in den Fokus rücken, denn Forschungsergebnisse des Thünen-Instituts Braunschweig zeigen: Hecken sind wahre Champions im Speichern von Kohlenstoff. Nicht nur die Äste und Zweige spielen eine wichtige Rolle, sondern vor allem die Wurzeln. In der unterirdischen Biomasse wird ein Großteil des Kohlenstoffes gebunden und trägt so zu einem besseren Klima bei!

Eine Hecke kann im langjährigen Mittel in etwa die gleiche Menge Kohlenstoff pro Hektar binden wie ein durchschnittlicher und intakter Wald.

„Im Zeitraum von 20 Jahren kann eine Hecke bis zu 25 Tonnen CO2 pro Hektar jährlich binden“

Heckenstruktur

Projektpartner

Um der Verschlechterung des ökologischen Zustandes der Hecken in Niedersachsen entgegenwirken zu können, hat sich ein Team aus vier Kooperationspartnern zusammengefunden. Im Norden Niedersachsens wird das Projekt durch die Norddeutsche Landschaftspflegeschule Geestenseth, im Osten durch den VNP – Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide, und im Westen vom Ökologischen Kompetenzzentrum Oldenburger Land getragen. Das Projekt steht auch Interessierten aus dem südlichen Niedersachsen zur Verfügung und wird durch die Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen koordiniert.

Logo Norddeutsche Landschaftspflegeschule e.V.

Regionalkoordinatoren
Elbe-Weser-Dreieck
Fritz Beinker & Rita Kröncke
NoLa – Norddeutsche Landschaftspflegeschule e.V.
Wollingster Str. 8 a

27619 Schiffdorf-Geestenseth
Beinker Tel.: 04749 – 588

Kröncke Tel.: 04749 – 103 303
E-Mail:
www.kulturlandschaftsgarten.de

Logo ÖKOL

Regionalkoordinator Oldenburger Land
Dr. Philipp Krämer
Ökologisches Kompetenzzentrum Oldenburger Land
Bahnhofstraße 84 a

26197 Huntlosen
Mobil: 04487-7507984
E-Mail:
www.oekol.de

Logo VNP Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide

Regionalkoordinatorin Lüneburger Heide
Katharina Jagau
VNP – Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide
Niederhaverbeck Nr. 7

29646 Bispingen
Tel.: 05198 98243-30
E-Mail:
www.verein-naturschutzpark.de

Logo Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen

Didaktische Koordination der Schulungen
Björn Rohloff
Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen
Warmbüchenstr. 3

30159 Hannover
Tel.: 0511 – 3670473
E-Mail:
www.stiftungkulturlandpflege.de